Vienna Ghosthunters - Verein für paranormale Untersuchungen

Greyfriars Kirkyard

Der hiesige Friedhof zählt zu einem der gruseligsten Orten der Erde.

Die Geschichte von Greyfriars Kirkyard geht zurück bis in die 1560er Jahre. Das Grundstück, früher ein Klostergarten, wurde der Stadt Edinburgh von der schottischen Königin Mary geschenkt, um als Überlauf-Friedhof für den hoffnungslos überfüllten St. Giles Friedhof zu dienen. Der Bau der Kirche selbst begann im Jahre 1602. Doch ein Feuer im Jahre 1845 richtete immensen Schaden an, so dass nur wenig von der ursprünglichen Kirche im heutigen Bau erhalten blieb.

Im Jahre 1638 wurde die erste Fassung des sogenannten “National Covenant” (Bundesschluss) präsentiert und vor der Kanzel von Greyfriars unterzeichnet, und löste somit einen erbitterten religiösen Konflikt aus, der ein halbes Jahrhundert andauern sollte. 1679 schließlich, nach der Schlacht von Bothwell Brig, wurden 1200 Unterstützer des National Covenant nach Edinburgh gebracht. 400 von ihnen wurden in Greyfriars Kirkyard gefangengehalten, in einem Bereich, der heute als Covenanters’ Prison bekannt ist. Mehr als 4 Monate mussten sie dort in Erwartung ihres Prozesses verbringen. Sie hatten kein Dach über dem Kopf, ihre Essenrationen beliefen sich auf nur 113 Gramm Brot pro Tag. Die Bedingungen waren so unmenschlich, dass das Covenanters’ Prison oft auch als erstes Konzentrationslager der Geschichte bezeichnet wird. Viele der sogenannten Covenanters starben im Gefängnis und wurden im Kirkyard beigesetzt. Einige wurden wegen Hochverrats exekutiert. Wieder andere wurden freigelassen, nachdem sie Loyalitätseide auf den König unterzeichnet hatten. Mehr als 250 wurden deportiert. Tragischerweise sank das Schiff vor den Orkney Inseln und viele starben.

Als die Pest das Land in seinen Fesseln hatte, fanden auch zahlreiche Pestopfer ihre letzte Ruhe auf dem Friedhof. Da man mit den Bestattungen hinterher kam, wurde nach dem Stapelsystem begraben, was den Friedhof in die Höhe wachsen lies. Heute scheint der Friedhof auf einem grossen Hügel zu stehen.

Betrachtet man diese bewegte und unrühmliche Geschichte, ist es nicht weiter verwunderlich, dass Greyfriars der Ruf nachhallt, heimgesucht zu werden. Die Menschen können sicher kaum glauben, dass Opfer solcher Misshandlungen friedlich in ihren Gräbern ruhen können – vor allem nicht an so einem düsteren und Unheil verkündenden Ort.

Trotzdem ist die paranormale Reputation des Kirchhofes nicht auf gespenstischen Geschichten der lang verstorbenen Covenanters aufgebaut, sondern eher auf Legenden, die mit ihrem größten Verfolger verbunden sind, Sir George Mackenzie.

In jüngster Zeit war Greyfriars Schauplatz einer erstaunlichen Reihe von Spuken. Besucher des Covenanters’ Prison berichteten von einer verblüffenden Vielfalt an gespenstischen Phänomenen, u. a. heiße und kalte Stellen, merkwürdige Gerüche, gruselige Erscheinungen, geisterhafte Stimmen und das Gefühl extremen Unbehagens.
Einige behaupten sogar, physische Attacken einer unsichtbaren Wesenheit erlitten zu haben, die sich in Kratzern, Verbrennungen, Quetschungen und sogar gebrochenen Knochen äußerten. Die meisten dieser Angriffe ereignen sich im oder um das sogenannte “Black Mausoleum“.

Diese außerordentlichen Begebenheiten begannen im Jahre 1999, nachdem ein obdachloser Mann das Grab Mackenzies betreten und entweiht hatte. Dies hat zu der Annahme geführt, dass der bösartige Geist, der das nahegelgene Covenanters’ Prison heimsucht, tatsächlich der Geist von Mackenzie ist, der vorzeitig aus seinem Schlaf geweckt wurde. Daher auch sein populärer Name, der Mackenzie Poltergeist.

Wie auch bei anderen Touristenattraktionen, gibt es auch hier eine sogenannte Ghosttour; die "City of the dead" - Tour. Hierbei geht man durch die Altstadt von Edinburgh und erfährt an mystischen Stadtteilen, derer Geschichten. Als Höhepunkt dient der Besuch des Greyfriars Friedhofes sowie dem Betreten des geschlossenen Bereiches "Covenanters’ Prison". Inmitten dieses gesperrten Bereiches liegt das "Black Mausoleum", eine offene Gruft, die betreten werden kann.

Hier soll angeblich Mackenzies Geist sein Unwesen treiben; seine Gruft befindet sich jedoch außerhalb des gesperrten Areals und hat keinerlei Verbindung zum offenen Mausoleum.

Außerhalb der angebotenen "Ghosttour" ist es nicht möglich, das Areal zu Untersuchen, da es angeblich nur einen Zugangsschlüssel gibt und nur diese eine Tour angeboten wird. Leider musste festgestellt werden, dass dies eine Finte war und auch andere "Ghosttouranbieter" Zugang zu Covenanters’ Prison hatten.

Als Tourenhighlight wurden die Teilnehmer ins "Black Mausoleum" gebeten. Dort wurde über die Machenschaften von Mackenzie aufgeklärt und mystisch verpackt. Gegen Ende der Tour erfuhren die Anwesenden über diverse Auswirkungen und Ereignisse, die mit dem Besuch des Mausoleums zusammen hängten. So hatten Tourenteilnehmer angeblich tiefe Biss- und Kratzspuren an ihren Körpern zu beklagen, die vor dem Besuch nicht vorhanden waren. Andere Teilnehmer sollten Kreislaufzusammenbrüche, Herzinfarkte und ähnliches erlitten haben.

All diese Verletzungen und Geisteszustände seien dem Mackenzie Poltergeist zuzuschreiben.

Noch während der Erzählungen sprang ein maskierter, umhangbetuchter Mann vors Mausoleum und erschreckte die Tourengruppe. Schnell wurde klar, woher diverse Zusammenbrüche stammten.

Die Tour war zu Ende und das Areal wurde wieder versperrt.

Außerhalb des Covenanters’ Prison Areals wurde eine Kamera und EMF - Meter aufgestellt. Diktiergeräte und Aufnahmegeräte waren für die tonale Aufzeichnung platziert.

Aus diversen Berichten und Videos war bekannt, dass von dieser Stelle aus, einige paranormale Ereignisse wahrnehbar sein sollten.

Leider konnte hiervon nichts bestätigt werden, da der Friedhof, auch des Nachtens, gut besucht war und der Lärmpegel dementsprechend störend wirkte. Nach etwa einer halben Stunde wurde die Überwachung abgebrochen, da sich die nächste Ghosttour auf das Gelände wagte. Wieder nach dem seben Schema, wie bei der teilgenommenen Tour.

Ob es am Greyfriars Kirkyard tatsächlich spuken sollte, war nicht belegbar. Wie eben auch an diversen anderen Orten, war hier alles auf den Spuktourismus ausgelegt.

Da derzeit die bestehenden Videos noch umgeschnitten werden müssen, dauert die Veröffentlichung noch mehrere Wochen!!

Die Vienna Ghosthunters bitte um Verständnis

Vienna Ghosthunters - Verein für paranormale Untersuchungen