Vienna Ghosthunters - Verein für paranormale Untersuchungen

BLUTGASSE

Die Namensgebung der Blutgasse ist historisch nicht belegt, und es geistern um sie mehrere Legenden. Eine davon besagt, dass hier im Mittelalter Schlachträume gewesen seien, von denen das Blut durch Rinnen in die Gasse geleitet wurde und abfloss. Eine andere erzählt von der Begebenheit, dass im Fähnrichshof im Jahre 1312 während der Auflösung des französischen Ritterordens der Tempelherren zahlreiche Templer abgeschlachtet worden seien, dass die ganze Gasse von mit ihrem Blut getränkt war. Diese Legenden wurden jedoch von Historikern als unwahr erklärt. Im Jahre 1550 taucht erstmals der Name „Plutgessel“ auf. Zuvor trug die Gasse den Namen „Kothgässel“. Im Mittelalter brachte man die Toiletten in den Innenhöfen an über bis zu acht Metern tiefen Gruben. Davon schuf man gleich mehrere, damit - wenn eine voll war - man jeweils die nächste benutzen konnte, bis die andere geräumt war. Man kannte auch die sog. Toilettenerker an der Hauswand, wobei die Exkremente direkt auf die Strasse oder in den Garten fielen.

Daneben gab es auch Latrinen, bei denen die Exkremente durch eine Röhre in einen unterirdisch angebrachten Kasten flossen. Diese Kästen wurden normalerweise einmal pro Jahr geleert. Mit dieser Aufgabe wurden jeweils unehrliche Leute bedacht. Sie mussten den Inhalt der Kästen in Bächen entsorgen.

Viele Sagen und Mythen drehen sich um die Blutgasse. Unter anderem auch die Geschichte, dass Lady Bathory die Blutgräfin, in der Blutgasse hauste und ihr Unwesen trieb.

Mehrere Personen berichten über seltsame Geschehnisse und Personensichtungen von längst Verstorbenen. So geschah es, dass die Vienna Ghosthunters folgende Begebenheit erzählt bekommen haben:

Eines Tages ging Herr W. in der Blutgasse spazieren, als er zufällig einen alten Freund wieder traf, den er seit Jahren aus den Augen verloren hatte. Nach kurzem Smalltalk beschlossen beide auf einen Kaffe zu gehen um die alten Zeiten ein wenig zu besprechen.

Im Kaffeehaus bestellte Herr W. einen großen Kaffee. Sein Begleiter bestellte hingegen bloß ein Glas klares Wasser.

Nach der Bestellung entschuldigte sich Herr W. und ging zur Toilette.

Als er wieder an seinen Platz zurück kehrte, war sein Begleiter verschwunden, der Kaffe mit dem Glas Wasser am Tisch. Herr W. fragte bei der Kellnerin nach, wo denn sein Begleiter hin gegangen sei. Diese antwortete erstaunt: "Welcher Herr denn? Hier war niemand, außer ihnen."

Herr W.:" Ich meine den Herrn, der das Glas Wasser bestellte" und zeigte auf das Wasserglas.

Als ihm die Kellnerin versicherte, dass bei jedem Kaffee Wasser dazu gegeben wird, trank Herr W. aus und verließ die Örtlichkeit.

Daheim versuchte Herr W. seinen "verschollenen Bekannten" telefonisch zu erreichen, konnte jedoch keine Verbindung unter gewohnter Nummer herstellen.

Die Wochen vergingen, ohne das Herr W. noch weiter an den Vorfall dachte. Dann war wieder einmal ein Familientreffen angesagt und Herr W. erzählte von seinem sonderbaren Treffen.

Die Stimmung wurde perfekt, als ein gemeinsamer Bekannter erzählte, dass die getroffene Person seit gut 2 Jahren tot sei und es unmöglich gewesen sein konnte mit dieser Person in ein Kaffehaus zu gehen.

Die Vienna Ghosthunters haben sich die Blutgasse näher angesehen, konnten jedoch noch nichts Paranormales vorfinden.

Derzeit wird jedoch an der Überprüfung verschiedenster Geschichten, gearbeitet.

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