Vienna Ghosthunters - Verein für paranormale Untersuchungen

KAISEREBERSDORFER FRIEDHOF

Am 14. Jänner 1310 wird erstmals ein Pfarrer zu Ebersdorf erwähnt. Jedoch wurde nach Ernest K. Gatter der Pfarre Ebersdorf 1353 "zuerst urkundlich gedacht". Das Gotteshaus - eine den heiligen Peter und Paul geweihte Kapelle wird 1399 erwähnt - wurde während der beiden Türkenbelagerungen beschädigt und wieder instand gesetzt. 1696 wurde der Turm wiederhergestellt und 1747 von Matthias Gerl durch einen Zubau vergrößert.

Wann der Kaiser-Ebersdorfer Ortsfriedhof errichtet wurde, ist nicht überliefert. In einem Schreiben der Gemeinde vom 15. Jänner 1681 scheint er bereits auf seinem jetzigen Standort auf. Seine Lage außerhalb des Dorfes dürfte ihm auch das Schicksal jener innerhalb einer Ortschaft angelegten Friedhöfe erspart haben, die auf Anordnung Kaiser Josephs II. 1784 geschlossen werden mussten. Ursprünglich dürfte der Friedhof um den mittelalterlichen Kirchenbau, der heutigen Pfarrkirche am Münnichplatz, gelegen sein. Wann er "auf die freyen Straßen außer des Dorfes" verlegt wurde, ist ebenfalls nicht überliefert. Ob die Verlegung erfolgte, weil sich der Friedhof in der unmittelbaren Nähe des kaiserlichen Jagdschlosses befand oder weil das Friedhofsareal im Überschwemmungsbereich des Schwechatflusses und der Donau lag, ist nicht bekannt.

Ein im Sterbeprotokoll der Pfarre aufscheinender "Pestfreythof", in dem am 29. September 1785 die letzte Beerdigung erfolgte, "soll sich hinter dem Haus Schmidgunstgasse 57" befunden haben. Die Opfer der Choleraepidemie des Jahres 1866 wurden beim heutigen Zehngrafweg - einst ein freies Feld - bestattet. 1907 beschloss der Stadtrat, dass "die Erhaltung und Ausschmückung dieser sogenannten Soldatengräber" durch die Gemeinde Wien zu erfolgen hat.

Wien.at

Obwohl der Friedhof mitten im Stadtgebiet liegt, ist er ein relativ stiller Ort. Bei diesem Friedhof gibt es keinerlei paranormale Phänomene. Dennoch gehen die Vienna Ghosthunters öfter dort hin. Die Begründung hierfür ist ein recht eigenartiger, wie auch genialer Gedanke.

Der Obmann berichtet:

In paranormaler oder auch esoterischer Sicht, ist jeder Friedhof in gewisser Form frequentiert. Das bedeutet, dass "Spukerscheinungen" in irgendeiner Form, immer auf Friedhöfen vorhanden sind. Solche Spukerscheinungen können sich wie folgt erkennbar machen:

- "Cool-" oder "Hotspots"

Stellenweise stark schwankende Temperaturen. Solche -spots werden ab Temperaturabweichungen von mind. 2 Grad als solche bezeichnet.

- wandernde kalte Schauer

Stellenweises Schauergefühl über den Körper verteilt. Man spürt einen Schauer, z.B.von der Brust beginnend, über den Arm, bishin zum Rücken.

- starke Stimmungsschwankungen

Dazu zählt man z.B. einen ständigen Gefühlswechsel zwischen "normal" und "sentimental".

- sichtbare Erscheinungen

Dazu zählen Fotos, Schattensichtungen, messbare Abnormitäten, Tonaufnahmen, akustische Phänomene, natürliche Abnormitäten (untypischer Baumwuchs, veränderte Flora und Fauna), usw...

Diese Punkte sind oft wissenschaftlich weder widerrufbar noch belegbar, jedoch sind es arttypische "Friedhofserscheinungen".

Auf dem Kaiserebersdorfer Friedhof finden wir jedoch keinen einzigen Bestandteil dieser erwähnten Punkte.

Dies gibt uns jedoch eine Möglichkeit Spuk und Paranormales nachweislich bestätigen zu können. Gerade bei Angehörigen von Verstorbenen ist es möglich, eine Art Seelenwanderung erforschen zu können. Sobald z.B. die verwittwete Person am Grabe des Verstorbenen steht, aktiviert sich psychisch gesehen, das "innere Band" beider Partner, das sich im Laufe der Jahre zwischen ihnen bildete. In solchen Momenten können psychische Phänomene erzeugt werden. Diese Phänomene können bis hin zur tatsächlichen Seelenwanderung führen, die wir versuchen, nachweislich fest zu halten.

Auch berichten sehr viele von tatsächlichen Anwesenheiten von Verstorbenen. Mit der technischen Ausrüstung, die uns zur Verfügung steht, sollte es gut möglich sein, hier in einem ungestörten Umfeld Spuk in positiver Form festzuhalten. Auch ist es eine Herausforderung, erforschen zu können, weshalb dieser Friedhof aus paranormaler Sicht, "abgedichtet" ist.

Mehr von diesem Friedhof, sowie Berichte über Untersuchungen, finden Sie in unserem Forum

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