Vienna Ghosthunters - Verein für paranormale Untersuchungen

ZENTRALFRIEDHOF

Der Wiener Zentralfriedhof wurde 1874 eröffnet und ist mit einer Fläche von fast 2,5 km² die zweitgrößte Friedhofsanlage Europas, an der Zahl der rund 3 Millionen Bestatteten gemessen, mit Abstand die größte.

Für die Ghosthunters ist der Zentralfriedhof ein guter Ort um sich mental wieder ein wenig zu fangen. Dabei hilft der mix aus Gefühlen, der dort entsteht. Durch die verschiedensten Abteilungen und Konfessionen bildet sich so auch dieser Gefühlsmix.

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Der Babyfriedhof zählt sicherlich zu den sentimentalsten Orten des Friedhofes.

Gerade für Eltern ist dieser Teil noch extremer, da man richtig das Leid der Angehörigen spüren kann. Auch die Tatsache, dass die kleinen Erdenbürger nicht viel von der realen Welt erfahren durften, spricht zusätzlich für das drückende Gefühl.

Da der Gesetzgeber nur für Lebendgeburten eine Bestattungspflicht für die Eltern vorschreibt, hat die Stadt Wien aus Pietätsgründen 1985 begonnen, für Totgeburten gebührenfreie Grabstätten anzulegen und die Begräbnisse kostenlos durchzuführen. 

Als Grabkennzeichnung ist eine hölzerne Tafel vorgesehen - beschriftet mit "Knabe" oder "Mädchen" und einem Namen, falls einer bekannt gegeben wird.
Die individuelle Gestaltung von Gräbern erfolgt widerrechtlich, aber wer würde den trauernden Eltern einen Vorwurf machen?

Bei der Bestattungsart wird nach dem Geburtsgewicht unterschieden. Babys, deren Geburtsgewicht über 500 Gramm liegt bekommen eine Erdbestattung in einem Einzelgrab (sie gelten als Totgeburt). Babys mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm werden gemeinsam kremiert (sie gelten als Fehlgeburt) und in einer Sammelurne in einem Schachtgrab, das sich neben dem Pavillon befindet, beigesetzt. Diese Bestattung der Sammelurne findet vier mal im Jahr statt, die Aufbahrung erfolgt in Halle 3.

Einen "Armenfriedhof" als eigene Gruppe am Zentralfriedhof gibt es heute nicht mehr.

Ursprünglich wurden sozial Bedürftige in der Gruppe 40 beigesetzt, dann in der Gruppe 37.

Seit ungefähr 10 Jahren werden Sozialgräber im hinteren Bereich des Zentralfriedhofes an frei gewordenen Grabstellen zur Verfügung gestellt. Derzeit zum Beispiel in der Gruppe 84.

Diese Gräber haben keinen Grabstein oder Grabplatte, auf Holzkreuzen steht der Name des Verstorbenen.

Im Jahr 2008 wurden 669 Solzialgräber am Zentralfriedhof belegt (ca. 3 % aller Beerdigungen).

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